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Biorender kann jetzt editierbare Grafiken mit KI erstellen.

18. August 2026 · 336 Wörter · Danny Walther

Wissenschaft entwickelt sich zum Visuellen. Noch ist vieles Text, Text, Text, doch Grafiken, Abbildungen und andere Formen visueller Darstellungen werden immer wichtiger.

Warum Grafiken in der Wissenschaft editierbar sein müssen

Und das aus gutem Grund: Visualisierungen strukturieren komplexe Inhalte, unterstützen das Verständnis und sind ein wichtiger Bestandteil guter Wissenschaftskommunikation. Mit KI-Tools können Studierende und Lehrende die verschiedensten Arten von Visualisierungen schnell und qualitativ hochwertig erstellen. In der Wissenschaft aber ist ein anderer Punkt fast noch wichtiger: Die Grafiken müssen editierbar sein. Nur dann lassen sie sich unkompliziert weiterbearbeiten, anpassen, teilen und in neuen Kontexten wiederverwenden.

Für Diagramme und Mindmaps ist das durch Mermaid-Code schon lange kein Problem mehr. Bei stärker figurativen Abbildungen war es dagegen bislang eher schwer, sie wieder "aufzubrechen".

BioRender: KI-Abbildungen in veränderbare Einzelteile zerlegen

BioRender setzt jetzt genau hier an.

KI ist in BioRender schon seit zwei Jahren Teil des Workflows, z.B. wenn es darum ging, erste Abbildungsentwürfe zu erstellen.

Neu ist jetzt aber die Möglichkeit, wissenschaftliche Abbildungen aus einem Textprompt oder auf Basis einer Bildvorlage zu erzeugen und sie anschließend in veränderbare Einzelteile zu zerlegen.

Heißt: Die KI erzeugt zwar erstmal eine fertige Grafik, aber ihre einzelnen Elemente (Texte, Formen, Pfeile, die figurativen Darstellungen usw.) können danach separat ausgewählt, verschoben, angepasst oder ersetzt werden.

BioRender: Werbegrafik „Generate Editable Figures with BioRender AI“ mit Ausschnitt der Oberfläche „Generate a figure“ und der Schaltfläche „Generate Editable Figure“ (20 Credits) sowie Protocol, Timeline und Flowchart.
Bild: BioRender

Der KI-Entwurf brennt also nicht mehr die Pixel fest und unverrückbar ins Bild, sondern eröffnet einen Raum, von dem aus weitergearbeitet werden kann.

Noch kaum bekannt: großes Interesse bei Lehrenden

Die Funktion gibt es jetzt seit zwei Wochen. Das dazugehörige YouTube-Video hat aber gerade mal 159 Klicks (davon drei von mir :)) Es sieht so aus, als seien die Möglichkeiten der KI-gestützten Visualisierung von Wissen und Forschungsergebnissen noch nicht vielen bekannt.

Zugleich gibt es gerade bei Lehrenden großes Interesse, sich Kenntnisse auf diesem Gebiet anzueignen. Meine bisherigen Workshops zur Visualisierung mit KI waren immer ausgebucht, und auch für den nächsten ist die Warteliste recht lang.

Deshalb: einfach mal probieren, was mit KI inzwischen möglich ist. Oder einen Workshop organisieren. Ich stehe dafür jederzeit gern zur Verfügung.